Wer ein Elektroauto zuhause laden will, kommt an einer festen Wallbox kaum vorbei. Webasto gehört zu den etablierten Herstellern im deutschen Markt und bietet mit der Unite und der Next zwei Modelle für den Heimbereich an, die sich in Leistung, Konnektivität und Bedienkonzept deutlich unterscheiden. Diese Seite richtet sich an Hauseigentümer, die ihre erste Wallbox installieren, und an Umsteiger, die ihre alte Lösung ersetzen wollen.
Die Webasto Unite ist als Einstiegsmodell mit bis zu 11 kW (dreiphasig, 16 A) ausgelegt und liefert damit die in deutschen Haushalten gängige Standardleistung. Das Gehäuse ist für Außenmontage geeignet (Schutzklasse IP 44), die Bedienung läuft über eine Status-LED, optional per App. Die Webasto Next skaliert auf bis zu 22 kW (dreiphasig, 32 A), setzt ein entsprechend ausgelegtes Hausanschluss voraus und richtet sich an Nutzer mit höherem Ladebedarf oder mehreren Fahrzeugen. Beide Modelle unterstützen das OCPP-Protokoll, sind damit in Lademanagementsysteme integrierbar und für dynamisches Lastmanagement vorbereitet. Ein integrierter DC-Fehlerstromschutz (Typ B-Erkennung) macht bei beiden einen separaten Typ-B-FI-Schalter überflüssig – das spart Installationskosten.
Beide Wallboxen werden fest verdrahtet und ausschließlich von einer Elektrofachkraft installiert – kein Heimwerkerprojekt. Der Netzanschluss erfordert eine Voranmeldung beim zuständigen Netzbetreiber; bei der Next mit 22 kW ist eine explizite Genehmigung Pflicht. Die Webasto Unite eignet sich für Standardhaushalte mit vorhandener 11-kW-Freigabe, die Next setzt eine verstärkte Zuleitung und oft einen Zählerkasten-Umbau voraus. Beide Modelle kommunizieren per WLAN und lassen sich über die Webasto-App steuern, Ladevorgänge planen und Ladehistorien auswerten. RFID-Authentifizierung ist verfügbar – relevant für Mehrparteien-Lösungen oder wenn der Arbeitgeber die Ladekosten abrechnet. Das Typ-2-Kabel ist fest angeschlagen oder als Steckdosen-Variante erhältlich.
Die Unite trifft den Bedarf der meisten Einfamilienhausbesitzer: 11 kW laden ein durchschnittliches E-Auto über Nacht vollständig nach, die Installation bleibt überschaubar. Die Next lohnt sich, wenn zwei Fahrzeuge geladen werden, das Auto tagsüber kurz steht und schnell nachgeladen werden muss, oder wenn eine Photovoltaikanlage mit hoher Einspeiseleistung vorhanden ist. Wer nur gelegentlich lädt und kein Interesse an App-Steuerung hat, findet günstigere Alternativen ohne Konnektivitäts-Overhead.
| Steckertyp | nicht anwendbar |
|---|---|
| Kabellänge | 0 m |
| IP-Schutzklasse | 0 |
| Garantie | 3 Jahre |
| PV-Ready | Nein |
| Outdoor-tauglich (IP54/IP65) | Nein |