Wallbox-Modelle aus Skandinavien: Easee, Zaptec & Co.

Skandinavische Wallboxen von Easee und Zaptec verbinden schlankes Design mit durchdachter Ladetechnik – und heben sich damit klar vom Einheitsgehäuse deutscher Konkurrenten ab.

Wer eine Ladestation für zuhause sucht und nicht bereit ist, eine graue Plastikbox an die Hauswand zu schrauben, landet früher oder später bei Easee oder Zaptec. Beide Marken kommen aus Norwegen, beide haben den Heimmarkt mit hoher E-Auto-Dichte früh geprägt und beide bringen Geräte mit, die in Sachen Kompaktheit und Bedienkonzept über das übliche Angebot hinausgehen. Die Zielgruppe: Eigenheimbesitzer und Mieter mit Genehmigung, die auf 11 kW oder 22 kW Wechselstrom laden wollen – entweder solo oder im Mehrparteienhaus mit Lastmanagement.

Aufbau und Technik

Easee Home und Easee Charge sind die bekanntesten Modelle der Marke: kompakte Einheiten mit integriertem Type-2-Anschluss (kein Kabel beim Home-Modell), bis zu 22 kW Ladeleistung bei dreiphasigem Anschluss und WLAN- sowie Bluetooth-Konnektivität ab Werk. Das Gehäuse ist auf Schutzklasse IP 54 ausgelegt, also spritzwassergeschützt für Außenmontage. Zaptec Pro richtet sich stärker an Mehrfamilienhaus-Installationen mit aktivem Lastmanagement über das Zaptec-Ecosystem. Beide Hersteller setzen auf Cloud-Anbindung und App-Steuerung. Firmware-Updates laufen over-the-air. Der Typ-2-Standard ist in Deutschland Pflicht-Kompatibel mit allen gängigen E-Fahrzeugen.

Installation und Praxis

Die Montage übernimmt zwingend ein Elektrofachbetrieb – das gilt für alle Wallboxen mit Netzanschluss über 3,7 kW. Easee setzt auf einen modularen Aufbau: Wandhalterung zuerst, Gerät einklicken. Das vereinfacht den Austausch bei Defekt. Zaptec Pro wird fest verdrahtet und ist auf größere Installationen mit mehreren Ladepunkten ausgelegt. Beide Systeme sind KfW-förderungsfähig, sofern die Förderkulisse im jeweiligen Programm aktiv ist – das ist zum Zeitpunkt der Planung zu prüfen. OCPP-Unterstützung ermöglicht Einbindung in Energiemanagementsysteme. Wer Photovoltaik auf dem Dach hat, kann über kompatible Energiemanager das Laden auf Überschussstrom beschränken.

Für wen sich diese Wallboxen lohnen

Easee-Modelle sind die richtige Wahl für Einfamilienhausbesitzer, die eine aufgeräumte, app-gesteuerte Ladelösung ohne Kabelsalat wollen und Wert auf schlankes Gehäusedesign legen. Zaptec Pro empfiehlt sich überall dort, wo mehrere Ladepunkte koordiniert werden müssen – Tiefgaragen, Wohnanlagen, Betriebsparkplätze. Wer eine günstige Einstiegslösung ohne Cloud-Anbindung sucht, findet bei anderen Herstellern einfachere und günstigere Optionen. Der Preisbereich liegt je nach Modell und Händler zwischen 500 € und 1.100 € netto, zuzüglich Installationskosten.

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Technische Daten

Steckertyp nicht zutreffend
Kabellänge 0 m
IP-Schutzklasse 0
Garantie 3 Jahre
PV-Ready Nein
Outdoor-tauglich (IP54/IP65) Nein
Vorteile
  • Kompaktes Gehäuse, IP 54 für Außenmontage
  • Over-the-air Firmware-Updates via App
  • Lastmanagement für Mehrparteienanlagen (Zaptec)
  • Modularer Aufbau erleichtert Austausch (Easee)
  • OCPP-kompatibel für Energiemanagementsysteme
Nachteile
  • Cloud-Abhängigkeit bei App-Steuerung
  • Preislich oberhalb einfacher Einstiegs-Wallboxen
  • Installation ausschließlich durch Elektrofachbetrieb

Weitere Merkmale

  • Ladeleistung max.: 22 kW (3-phasig)
  • Anschlusstyp: Type 2 (Mode 3)
  • Schutzklasse: IP 54
  • Konnektivität: WLAN, Bluetooth, App
  • Protokoll: OCPP 1.6
  • Preisbereich: 500–1.100 € (Gerät netto)
  • Montageform: Wandmontage, Aufputz
  • Herkunft: Norwegen
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