Wallbox für Firmenflotten: Skalierbare Modelle

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Skalierbare Wallbox-Systeme für Firmenflotten: Lastmanagement, Abrechnung und Erweiterbarkeit ab dem ersten Ladepunkt gedacht.

Wer einen Fuhrpark mit fünf, zwanzig oder hundert Fahrzeugen elektrifiziert, steht vor anderen Anforderungen als der Privatmann mit einer einzigen Wallbox in der Garage. Skalierbare Flottenladestationen sind für genau diesen Anwendungsfall gebaut: Parkhaus, Betriebshof, Unternehmensgelände. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der einzelnen Box, sondern im System dahinter.

Aufbau und Systemarchitektur

Skalierbare Wallbox-Systeme für Firmenflotten bestehen aus einem Master-Slave-Verbund oder einer cloudbasierten Steuerungseinheit, die mehrere Ladepunkte koordiniert. Üblich sind Ladeleistungen von 11 kW (dreiphasig, 16 A) bis 22 kW (dreiphasig, 32 A) je Ladepunkt. Das dynamische Lastmanagement verteilt die verfügbare Netzkapazität automatisch auf aktive Ladevorgänge — so bleibt der Hausanschluss unter dem gebuchten Limit, ohne dass jede Box eine eigene Absicherung auf Vollleistung braucht. Schutzart IP54 ist Mindeststandard für Außenmontage. RFID-Zugangssteuerung und OCPP 1.6-Protokoll sind Pflicht für Backend-Anbindung und Abrechnung.

Installation und Betrieb

Die Erstinstallation durch einen zugelassenen Elektrofachbetrieb ist nicht optional — Netzanmeldung, Zählerschrank-Einbindung und Lastmanagement-Konfiguration erfordern Fachkenntnis. Eine Backbone-Verkabelung (Ethernet oder RS485) verbindet die Ladepunkte mit dem Gateway; spätere Erweiterung durch Hinzufügen weiterer Slave-Einheiten ist ohne Neuplanung des Gesamtsystems möglich. Abrechnungssysteme (OCPP-Backend, Flottenmanagement-Software) müssen vorab festgelegt werden — Insellösungen ohne offenes Protokoll blockieren spätere Anbieterwechsel. Förderprogramme wie die BEG EM (KfW) oder Landesförderungen decken typisch 50–75 % der Installationskosten bei Erfüllung der Anforderungen.

Für wen sich das Produkt lohnt

Unternehmen mit mindestens fünf Elektrofahrzeugen im Fuhrpark und eigenem Stellplatz profitieren von skalierbaren Systemen gegenüber Einzel-Wallboxen. Entscheidend: Der Hausanschluss muss nicht auf Vollleistung aller Ladepunkte ausgelegt werden — Lastmanagement spart Netzausbaukosten. Wer nur ein oder zwei Fahrzeuge lädt, fährt mit einer Einzel-Wallbox günstiger. Für öffentlich zugängliche Stellflächen gelten zusätzlich Eichrechtanforderungen, die eigene Gerätetypen erfordern.

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Technische Daten

Steckertyp nicht anwendbar
Kabellänge 0 m
IP-Schutzklasse 0
Garantie 3 Jahre
PV-Ready Nein
Outdoor-tauglich (IP54/IP65) Nein
Vorteile
  • Dynamisches Lastmanagement spart Netzausbaukosten
  • OCPP 1.6 sichert Backend-Flexibilität
  • Erweiterbar ohne Neuplanung der Infrastruktur
  • RFID-Abrechnung pro Nutzer und Fahrzeug
  • Förderfähig nach BEG EM (KfW)
Nachteile
  • Fachbetrieb für Installation zwingend erforderlich
  • Hohe Anfangsinvestition bei kleinen Flotten
  • Proprietäre Systeme ohne OCPP blockieren Anbieterwechsel

Weitere Merkmale

  • Ladeleistung je Punkt: 11 kW oder 22 kW (3-phasig)
  • Protokoll: OCPP 1.6 (cloudfähig)
  • Lastmanagement: Dynamisch, Master-Slave
  • Zugangssteuerung: RFID
  • Schutzart: IP54 (Außenmontage)
  • Erweiterbarkeit: Modular, Slave-Einheiten nachträglich
  • Kommunikation: Ethernet / RS485
  • Förderung: BEG EM (KfW) kompatibel
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