Wer eine Photovoltaikanlage betreibt und ein Elektroauto lädt, will den selbst erzeugten Strom möglichst direkt ins Fahrzeug leiten – statt ihn billig ins Netz einzuspeisen. Genau hier setzt das Energiemanagementsystem Smartfox an. Damit das funktioniert, muss die Wallbox das Smartfox-Protokoll unterstützen und die Ladeleistung dynamisch regeln können. Nicht jede Wallbox am Markt kann das.
Smartfox kommuniziert über Modbus TCP oder herstellerspezifische API-Schnittstellen mit der Wallbox. Voraussetzung ist zwingend eine netzwerkfähige Wallbox mit Ethernet- oder WLAN-Anschluss. Die Ladeleistung muss stufenlos oder in engen Schritten (idealerweise 1 A-Schritte zwischen 6 A und 32 A) regelbar sein, damit der Smartfox-Controller den Überschussstrom aus der PV-Anlage lückenlos verarbeiten kann. Einphasige Regelung beginnt bei ca. 1,4 kW, dreiphasige Regelung bei ca. 4,1 kW Mindestlast. Wallboxen ohne dynamische Leistungsregelung scheiden aus. Offiziell gelistete kompatible Hersteller umfassen u. a. ABB, Keba, Mennekes, Webasto, Fronius Wattpilot, go-e Charger, Heidelberg Energy Control sowie weitere Modelle mit offener Modbus-Schnittstelle. Die Smartfox-Kompatibilitätsliste wird laufend aktualisiert – vor dem Kauf immer die aktuelle Liste auf der Smartfox-Website prüfen.
Die Einbindung erfolgt über den Smartfox Pro oder Smartfox Pro II als zentralen Energiemanager, der am Hausanschluss den Gesamt-Stromfluss misst. Die Wallbox wird per LAN ins Hausnetzwerk eingebunden; WLAN-only-Modelle gelten als weniger stabil. Die Konfiguration läuft über das Smartfox-Webinterface: IP-Adresse der Wallbox eintragen, Protokoll auswählen, Phasenzahl definieren. Wichtig für den Elektriker: Die Wallbox benötigt eine eigene Absicherung (LS-Schalter + FI Typ B bei AC-Laden), die Netzwerkkonfiguration muss eine feste IP oder DHCP-Reservierung verwenden. Dynamisches Lastmanagement für mehrere Wallboxen gleichzeitig ist mit Smartfox Pro II möglich, erfordert aber kompatible Modelle mit entsprechender Multi-Unit-Unterstützung.
PV-Anlagenbesitzer mit einem Jahresertrag ab ca. 5 kWp und täglichem Ladebedarfprofitieren am stärksten: Der Smartfox schiebt den PV-Überschuss direkt ins Fahrzeug, der Netzbezug sinkt messbar. Wer keine PV-Anlage hat oder eine einfache Zeitsteuerung ausreicht, braucht kein Smartfox-kompatibles Modell – eine Standard-Wallbox mit Zeitschaltuhr genügt dann. Für Mehrfamilienhäuser mit mehreren Ladepunkten ist ein vollwertiges OCPP-basiertes Lademanagementsystem die skalierbarere Wahl.
| Steckertyp | nicht zutreffend |
|---|---|
| Kabellänge | 0 m |
| IP-Schutzklasse | 0 |
| Garantie | 0 Jahre |
| PV-Ready | Nein |
| Outdoor-tauglich (IP54/IP65) | Nein |