Modellporträt Slot 10: OCPP-Wallbox für den Gewerbeeinsatz

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OCPP-Wallbox für gewerbliche Ladeinfrastruktur: netzwerkfähig, abrechnungskonform und für Mehrnutzer-Betrieb ausgelegt.

Wer auf Firmenparkplätzen, in Tiefgaragen oder an Mitarbeiterparkplätzen Ladeinfrastruktur aufbaut, braucht mehr als eine einfache Heimladestation. Diese Wallbox richtet sich an Gewerbe- und Verwaltungsgebäude, Wohnungswirtschaft mit Gemeinschaftsladen sowie Fuhrparkbetreiber, die Ladevorgänge protokollieren, abrechnen und fernsteuern müssen.

Technik und Kommunikationsstandard

Das Gerät kommuniziert über das Open Charge Point Protocol (OCPP) – in der Praxis der entscheidende Faktor für Herstellerunabhängigkeit. OCPP 1.6J ist der verbreitete Standard, der die Anbindung an alle gängigen Charge-Management-Systeme (CMS) erlaubt. Die Wallbox unterstützt damit Nutzerauthentifizierung per RFID-Karte, Lastmanagement im Verbund mit weiteren Ladepunkten sowie die gesetzlich geforderte Eichrechtskonformität für öffentlich zugängliche oder abrechnungsrelevante Installationen. Typische Ladeleistung im gewerblichen Segment: 11 kW oder 22 kW (dreiphasig, Typ 2-Stecker). Die Kommunikation läuft über LAN/WLAN oder optional LTE, je nach Modell. Ein integrierter MID-geeichter Energiezähler ist für steuerliche und abrechnungstechnische Transparenz unerlässlich und bei gewerblichem Einsatz Pflicht.

Installation und Betrieb

Die Montage erfordert einen zugelassenen Elektrofachbetrieb – keine Selbstinstallation wie bei privaten Heimladestationen. Anschluss: 400 V Drehstrom, Absicherung mindestens 16 A oder 32 A je nach Ladeleistung. Vor der Inbetriebnahme muss der Netzbetreiber informiert werden (Anmeldepflicht ab 12 kW). Das Backend-Setup – also die Einbindung ins CMS über OCPP – übernimmt typischerweise der Systemintegrator oder IT-Dienstleister. Dynamisches Lastmanagement verhindert Netzüberlastung bei Parallelbetrieb mehrerer Ladepunkte. IP-Schutzklasse für Außenaufstellung: mindestens IP54, bei exponierten Außenstandorten IP65 empfehlenswert. Vandalismusschutz (IK-Klasse) beachten.

Für wen sich das Produkt lohnt

Gewerbliche Betreiber, Wohnungseigentümergemeinschaften mit Ladeinfrastrukturpflicht nach WEMoG sowie Fuhrparkmanager greifen hier richtig. Wer nur einen einzelnen privaten Stellplatz ausstattet und keine Abrechnung benötigt, fährt mit einer einfachen nicht-vernetzten Wallbox günstiger und ohne Administrationsaufwand. Das OCPP-System lohnt sich ab zwei bis drei Ladepunkten, bei denen zentrale Steuerung und Abrechnung Kosten und Aufwand reduzieren.

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Technische Daten

Steckertyp nicht zutreffend
Kabellänge 0 m
IP-Schutzklasse 0
Garantie 3 Jahre
PV-Ready Nein
Outdoor-tauglich (IP54/IP65) Nein
Vorteile
  • OCPP 1.6J für CMS-Herstellerunabhängigkeit
  • MID-geeichter Zähler abrechnungskonform
  • RFID-Authentifizierung mehrnutzerfähig
  • Dynamisches Lastmanagement netzschonend
  • Fernzugriff und Protokollierung per Backend
Nachteile
  • Installation nur durch Elektrofachbetrieb
  • Backend-/CMS-Einrichtung erfordert IT-Kompetenz
  • Höhere Anschaffungs- und Betriebskosten als einfache Heimwallbox

Weitere Merkmale

  • Protokoll: OCPP 1.6J (JSON)
  • Ladeleistung: 11 kW oder 22 kW (3-phasig)
  • Steckertyp: Typ 2 (Mode 3)
  • Authentifizierung: RFID (ISO 15693 / 14443)
  • Energiezähler: MID-geeicht, eichrechtskonform
  • Konnektivität: LAN / WLAN / optional LTE
  • Schutzklasse: IP54 (Außenaufstellung IP65 empfohlen)
  • Netzanschluss: 400 V Drehstrom, 16 A oder 32 A
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