Modellporträt Slot 09: Doppelladepunkt-Ladesäule

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Doppelladepunkt-Ladesäulen versorgen zwei Fahrzeuge gleichzeitig und sind die wirtschaftlichste Lösung für Stellplatzanlagen, Firmenparkplätze und Mehrfamilienhäuser mit steigendem E-Auto-Anteil.

Wer mehr als einen Stellplatz mit Ladeinfrastruktur ausstatten will, stößt schnell an die Grenzen von Einzelladepunkten: zu viel Kabelaufwand, zu viele Anschlüsse, zu hohe Installationskosten pro Punkt. Die Doppelladepunkt-Ladesäule löst dieses Problem, indem sie zwei unabhängige Ladepunkte in einem einzigen Gehäuse vereint – eine Säule, ein Fundament, ein Netzanschluss.

Aufbau und technische Ausstattung

Eine Doppelladepunkt-Ladesäule bietet typischerweise zwei AC-Ladepunkte mit je 11 kW (dreiphasig, 16 A) oder je 22 kW (dreiphasig, 32 A), ansteuerbar über Typ-2-Buchsen nach IEC 62196. Das Lastmanagement zwischen beiden Ports ist bei den meisten Modellen dynamisch: Lädt nur ein Fahrzeug, steht die volle Anschlussleistung zur Verfügung; sind beide Ports belegt, teilt die Säule die verfügbare Leistung auf. Robuste Edelstahl- oder Aluminiumgehäuse sind auf IP54- bis IP55-Schutzklasse ausgelegt und für den Dauerbetrieb im Freien konzipiert. RFID-Leser, Abrechnungsmodule und OCPP-1.6- oder OCPP-2.0-Schnittstellen für das Backend-Management gehören bei gewerblichen Modellen zum Standard.

Installation und Praxis

Die Säule wird auf einem Betonfundament oder einer Bodenplatte mit Ankerbolzen befestigt. Der Netzanschluss erfolgt über einen dreiphasigen Zuleitungsquerschnitt von mindestens 5 × 6 mm², bei 22-kW-Modellen entsprechend größer. Entscheidend ist die Absicherung im Unterverteiler: pro Ladepunkt eine eigene LS-Sicherung, FI-Schutzschalter Typ B für Gleichfehlerströme. Für den Betrieb im Halbpublicbereich (Firmengelände, Wohnanlage) ist eine Netzverträglichkeitsprüfung beim Netzbetreiber einzureichen, sobald die Anschlussleistung über 12 kW je Anschlusspunkt steigt. Die Inbetriebnahme liegt im Zuständigkeitsbereich einer konzessionierten Elektrofachkraft.

Für wen sich das Produkt lohnt

Doppelladepunkt-Ladesäulen rechnen sich überall dort, wo mindestens zwei Stellplätze gleichzeitig mit Ladeinfrastruktur versorgt werden sollen: Firmenparkplätze, Wohnanlagen ab vier Einheiten, Hotelparkplätze und öffentliche Stellplatzanlagen. Wer nur einen einzigen Stellplatz ausstatten will, fährt mit einer einfachen Wallbox günstiger. Wer Schnellladung (DC, ab 50 kW) benötigt, muss zu einer anderen Geräteklasse greifen.

Technische Daten

Steckertyp nicht anwendbar
Kabellänge 0 m
IP-Schutzklasse 0
Garantie 3 Jahre
PV-Ready Nein
Outdoor-tauglich (IP54/IP65) Nein
Vorteile
  • Zwei Ladepunkte, ein Netzanschluss
  • Dynamisches Lastmanagement spart Anschlussleistung
  • OCPP-kompatibel für Abrechnungssysteme
  • Geringere Installationskosten pro Ladepunkt gegenüber Einzelsäulen
Nachteile
  • Halbierte Ladeleistung bei gleichzeitiger Nutzung beider Ports
  • Installation nur durch Elektrofachkraft zulässig
  • Kein DC-Schnellladen möglich

Weitere Merkmale

  • Ladepunkte: 2 × Typ-2-Buchse (AC)
  • Max. Ladeleistung: 2 × 22 kW (dreiphasig)
  • Lastmanagement: Dynamisch zwischen beiden Ports
  • Schutzklasse: IP54 / IP55
  • Kommunikation: OCPP 1.6 / OCPP 2.0
  • Zugangskontrolle: RFID-Leser
  • Montage: Standsäule auf Fundament oder Bodenplatte
  • Zuleitungsquerschnitt: Mindestens 5 × 6 mm²
Preise können abweichen. Links sind Werbelinks — Wallboxen.net erhält beim Kauf ggf. eine kleine Provision.