Wer eine Wallbox kauft, steht bei Easee schnell vor der Frage: Home oder Charge? Beide Geräte kommen vom selben norwegischen Hersteller, teilen das gleiche kompakte Gehäuse und nutzen dasselbe App-Ökosystem – unterscheiden sich aber in Zielgruppe und Funktionsumfang deutlich. Der Easee Home richtet sich an Eigenheimbesitzer mit einem einzelnen Ladepunkt, der Easee Charge adressiert gewerbliche Installationen, Mehrfamilienhäuser und Ladeverbünde mit mehreren Fahrzeugen.
Beide Modelle laden einphasig oder dreiphasig mit bis zu 22 kW (32 A, dreiphasig), sofern der Hausanschluss das hergibt. Der Easee Home liefert einen fest konfektionierten Ladekabel-Anschluss (Typ 2, 7,5 m), der Easee Charge kommt dagegen mit einer Typ-2-Steckdose – der Fahrer bringt sein eigenes Kabel mit. Entscheidender Unterschied im Inneren: Der Easee Charge unterstützt Power Sharing über das Easee-Equalizer-Protokoll und lässt sich zu Clustern mit bis zu 25 Geräten zusammenschalten. Das Home-Modell beherrscht zwar ebenfalls dynamisches Lastmanagement über den Equalizer-Zusatz, ist aber für Einzelinstallationen optimiert. Beide Geräte haben keinen integrierten MID-geeichten Zähler – für eichrechtskonforme Abrechnung braucht es ein separates Zählermodul.
Easee setzt bei beiden Modellen auf einen dreiteiligen Wandhalter: Backplate erst an die Wand, Elektronikeinheit einklinken, fertig. Das spart dem Elektriker Zeit. Beide Geräte verlangen eine feste Verdrahtung durch eine Elektrofachkraft – Selbstinstallation ist gesetzlich nicht zulässig. Der Easee Charge benötigt zwingend eine Internetverbindung (WLAN oder LAN-Adapter) für die Vollfunktion; Lastmanagement im Cluster läuft cloudbasiert. Das Home-Modell funktioniert im Basisbetrieb auch ohne Cloud, verliert dann aber Smart-Charging-Funktionen. Beide unterstützen OCPP 1.6, was eine Einbindung in Energiemanagementsysteme erlaubt. Schutzklasse ist bei beiden IP 54 – Außenmontage ist möglich, direkte Dauerberegnung sollte vermieden werden.
Der Easee Home passt für Einfamilienhausbesitzer, die ein festes Kabel bevorzugen und keinen Ladeverbund planen. Wer sein Fahrzeug täglich über Nacht lädt und keine Abrechnung gegenüber Dritten braucht, ist hier richtig. Der Easee Charge ist die sinnvollere Wahl für Tiefgaragen, Mehrfamilienhäuser, Betriebsparkplätze oder überall dort, wo mehrere Nutzer und dynamisches Lastmanagement gefragt sind. Wer hingegen eine eichrechtskonforme Abrechnung ohne Zusatzhardware sucht, sollte beide Modelle mit Alternativen vergleichen.
| Steckertyp | Nicht zutreffend |
|---|---|
| Kabellänge | 0 m |
| IP-Schutzklasse | 0 |
| Garantie | 3 Jahre |
| PV-Ready | Nein |
| Outdoor-tauglich (IP54/IP65) | Nein |