Solarwatt

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Solarwatt aus Dresden baut Wallboxen für Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage – stärkstes Argument ist die nahtlose Integration ins hauseigene Energie-Ökosystem.

Historie & Profil

Solarwatt ist ein Dresdner Unternehmen, das seinen Ursprung im Photovoltaik-Segment hat und sich über die Jahre zum Anbieter kompletter Heimenergiesysteme entwickelt hat. Der entscheidende Wendepunkt: Statt nur Solarmodule zu verkaufen, baute Solarwatt ein geschlossenes System aus Modul, Speicher, Energiemanagement und Ladestation. Die Wallbox ist kein eigenständiges Produkt, sondern Endpunkt einer Systemkette.

Sortiment und Kernkompetenz

Im Wallbox-Bereich bietet Solarwatt die Charger flex-Familie an – dreiphasig, mit 11 kW oder 22 kW Ladeleistung. Die Steuerung läuft über den Energy Manager, der PV-Überschuss erkennt und die Ladung des Fahrzeugs automatisch anpasst. Das bedeutet: Wer eine Solarwatt-PV-Anlage mit Solarwatt-Speicher (MyReserve) betreibt, kann das E-Auto bevorzugt mit selbst erzeugtem Strom laden. Die Wallbox kommuniziert über OCPP und ist nach WLAN und LAN integrierbar. Ohne das Energiemanagement-Ökosystem ist der Mehrwert der Solarwatt-Wallbox gegenüber günstigeren Einzellösungen begrenzt.

Positionierung im Markt

Solarwatt richtet sich klar an Eigenheimbesitzer mit bestehender oder geplanter PV-Anlage. Der Vertrieb läuft ausschließlich über zertifizierte Installateure und Fachbetriebe – kein Baumarkt, kein Direktversand. Das Preisniveau liegt im gehobenen Segment: Die Wallbox allein kostet je nach Ausstattung zwischen 700 € und über 1.000 €, hinzu kommen Installationskosten. Solarwatt ist primär auf den deutschsprachigen Markt ausgerichtet, expandiert aber im europäischen Raum. Die Positionierung zielt nicht auf den reinen Wallbox-Käufer, sondern auf den Systemkunden, der alles aus einer Hand beziehen will.

Stärken und Grenzen

Die größte Stärke ist die Systemintegration: PV-Überschussladen funktioniert ohne zusätzliche Dritt-Software, wenn die restliche Solarwatt-Hardware verbaut ist. Der Energy Manager übernimmt Priorisierung, Lastmanagement und Monitoring über eine App. Schwäche: Wer keine Solarwatt-PV nutzt, zahlt für Systemfunktionen, die er nicht ausschöpfen kann. Die Wallbox ist dann teurer als vergleichbare Lösungen ohne Ökosystem-Bindung. Garantiedetails und Nutzungsbedingungen sollten vor Kauf beim Fachbetrieb konkret abgefragt werden.

Für wen sich der Hersteller lohnt

Solarwatt lohnt sich für Eigenheimbesitzer, die gleichzeitig eine PV-Anlage installieren oder eine bestehende Solarwatt-Anlage erweitern. Wer das volle System – Modul, Speicher, Energiemanagement, Wallbox – aus einer Hand will und bereit ist, das entsprechende Budget zu investieren, bekommt eine sauber integrierte Lösung. Wer nur eine Wallbox sucht und keine Solarwatt-PV betreibt, schaut besser nach spezialisierten Wallbox-Anbietern.

Stärken
  • Nahtlose PV-Systemintegration
  • Automatisches Überschussladen
  • Zertifizierter Fachhandel-Vertrieb
  • OCPP-kompatibel
Schwächen
  • Hoher Preis ohne Systemnutzen
  • Kein Baumarkt-/DIY-Vertrieb
  • Abhängigkeit vom Solarwatt-Ökosystem
Steckbrief
Produkt-Schwerpunkte
Wallbox 11 kW Wallbox 22 kW PV-Überschussladen Energiemanagement-System