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openWB aus Eichenzell baut Open-Source-Wallboxen für technikaffine Nutzer, die Lademanagement, PV-Überschussladen und Heimautomatisierung selbst in der Hand behalten wollen.

Historie & Profil

openWB ist ein deutsches Unternehmen aus Eichenzell in Hessen, das aus der Open-Source-Community heraus entstanden ist. Die Idee: eine Wallbox entwickeln, deren Software offen, anpassbar und community-getrieben ist — statt proprietärer Blackbox wie bei vielen Industrieherstellern. Wer sich in Foren wie photovoltaikforum.com oder smarthome-Community bewegt, kennt openWB seit Jahren als Geheimtipp für PV-Selbsterzeuger.

Sortiment und Kernkompetenz

openWB konzentriert sich auf einphasige und dreiphasige AC-Wallboxen im Leistungsbereich von 11 kW und 22 kW. Das Flaggschiff ist die openWB series2, erhältlich als Standard, Pro und als Master-Slave-System für Mehrfachladepunkte. Kernstück ist die hauseigene openWB-Software, die auf einem Raspberry-Pi-Unterbau läuft und Ladepunkt-Management, PV-Überschussladen, Lastmanagement sowie MQTT- und HTTP-API-Schnittstellen mitbringt. Das System unterstützt Energiemanagementsysteme wie Home Assistant, ioBroker oder FHEM direkt per Integration. Eine Cloud ist nicht zwingend erforderlich — lokale Steuerung ist der Standard, nicht die Ausnahme.

Positionierung im Markt

openWB richtet sich klar an technikaffine Endverbraucher und Prosumer: Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage, Heimautomatisierer und Installateure, die flexible Lösungen für Mehrfamilienhaus- oder Gewerbeobjekte suchen. Der Vertrieb läuft ausschließlich über den eigenen Webshop — kein Baumarkt, kein klassischer Elektronikseinzelhandel. Das Preis-Level liegt im mittleren bis oberen Fachhandelsbereich: die series2 Standard ab rund 800–900 €, die Pro-Variante darüber. Im Vergleich zu vollständig geschlossenen Systemen zahlt der Käufer hier für Offenheit und Integrationstiefe, nicht für Marke.

Stärken und Grenzen

Die Stärke von openWB liegt in der Softwaretiefe: Echtzeit-PV-Überschussregelung, dynamisches Lastmanagement für mehrere Ladepunkte und eine aktive Community, die Bugs meldet und Features mitentwickelt. Firmware-Updates sind kostenlos und regelmäßig. Die Hardware ist solide, CE-zertifiziert und für den deutschen Markt ausgelegt. Die Grenzen sind klar: Wer keine Affinität zu Netzwerkkonfiguration, SSH oder Raspberry Pi hat, ist hier fehl am Platz. Support läuft primär über ein Community-Forum, kein klassisches Telefon-Helpdesk. Außerdem ist die Verfügbarkeit mancher Varianten gelegentlich eingeschränkt — Lieferzeiten variieren je nach Auftragslage.

Für wen sich der Hersteller lohnt

openWB ist die richtige Wahl für Eigenheimbesitzer mit PV-Anlage, die das Maximum aus selbst erzeugtem Strom herausholen wollen — und bereit sind, etwas Zeit in Einrichtung und Konfiguration zu investieren. Auch für Installateure, die Mehrfachladepunkte ohne teure Cloud-Abo-Modelle realisieren wollen, ist openWB eine ernsthafte Option. Wer Plug-and-Play sucht und keinen Router anfassen will, kauft besser anderswo.

Stärken
  • Tiefes PV-Überschussladen
  • Lokale Steuerung ohne Cloud-Zwang
  • Aktive Open-Source-Community
  • Flexibles Mehrpunkt-Lastmanagement
Schwächen
  • Kein Plug-and-Play für Laien
  • Support nur via Forum
  • Gelegentlich lange Lieferzeiten
Steckbrief
  • Herkunft
    Deutschland
  • Hauptsitz
    Eichenzell
  • Preis-Positionierung
    Mittelklasse
  • Website besuchen
Produkt-Schwerpunkte
AC-Wallbox 11 kW AC-Wallbox 22 kW Master-Slave-Ladesystem Open-Source-Lademanagement