NRGkick aus Österreich baut mobile Ladelösungen für Elektroautos – kompakt, ohne feste Wallbox, mit regelbarer Ladeleistung bis 22 kW.
NRGkick kommt aus Sankt Stefan im Rosental in der Steiermark und hat sich auf ein einziges Konzept konzentriert: das mobile Laden von Elektrofahrzeugen ohne fest montierte Wallbox. Statt einer stationären Ladestation liefert NRGkick ein kompaktes Ladegerät, das direkt an vorhandene Steckdosen – vom Schuko-Anschluss bis zur Drehstrom-CEE-Dose – angeschlossen wird. Das klingt simpel, ist aber technisch anspruchsvoll: Das Gerät regelt die Ladeleistung stufenlos, kommuniziert per App und passt sich an den verfügbaren Netzanschluss an.
Das Kernprodukt ist der NRGkick selbst – ein mobiles Ladekabel mit integrierter Elektronik. Es gibt verschiedene Varianten, die sich nach maximaler Ladeleistung unterscheiden: Einstieg mit einphasigem Laden bis 7,4 kW, gehobene Varianten mit dreiphasigem Laden bis 22 kW. Alle Geräte arbeiten mit Type-2-Stecker auf Fahrzeugseite. Auf der Netzseite sind wechselbare Adapter-Stecker das Alleinstellungsmerkmal: Schuko, CEE 16A blau (Camping), CEE 32A rot (Drehstrom) – ein Gerät, mehrere Anschlussszenarien. Ergänzt wird das Portfolio durch Zubehör wie Wandhalterungen, Kofferraumtaschen und Smart-Adapter für Lastmanagement und Solarintegration. Eine klassische fest montierte Wallbox gehört nicht zum Programm.
NRGkick richtet sich an Elektroauto-Fahrer, die Flexibilität vor Festinstallation stellen: Mieter ohne eigene Garage, Vielfahrer mit wechselnden Ladeorten, Eigenheimbesitzer als Ergänzung zur Haussolaranlage. Der Vertrieb läuft über den eigenen Webshop sowie ausgewählte Fachhändler und Elektromobilitäts-Spezialisten im DACH-Raum. Im klassischen Elektrofachmarkt oder Baumarkt ist NRGkick kaum präsent. Preislich liegt das System deutlich über No-Name-ICCB-Kabeln – das 22 kW-Modell mit Smart-Adapter kostet über 700 €. Damit positioniert sich NRGkick klar im Premium-Segment mobiler Ladelösungen.
Die stufenlose Leistungsregelung per App ist der entscheidende Vorteil: Wer an einer schwachen Hausinstallation lädt, dreht die Leistung herunter, wer Photovoltaik-Überschuss nutzen will, regelt entsprechend hoch. Das Adapter-System macht das Gerät an fast jedem Netzanschluss einsetzbar. Die Verarbeitung ist solide, die Zertifizierungen entsprechen EU-Norm. Grenzen: Ohne feste Ladeinfrastruktur ist die maximale Ladeleistung von der vorhandenen Hausinstallation abhängig. Wer täglich hohe Lademengen braucht, kommt mit einer fest verdrahteten Wallbox schneller ans Ziel. Der Preis ist für ein mobiles Kabel hoch.
NRGkick passt für Mieter, die keine Wallbox montieren dürfen, für Eigenheimbesitzer mit Photovoltaik, die Ladeflexibilität mit Solarsteuerung kombinieren wollen, und für alle, die an wechselnden Standorten – Betrieb, Ferienwohnung, Campingplatz – laden. Wer eine feste Ladestation mit Festanschluss sucht und täglich hohe Kilometerleistung fährt, sollte eine konventionelle Wallbox bevorzugen.