ABL

BL

ABL aus Lauf an der Pegnitz entwickelt und fertigt Wallboxen für den deutschen und europäischen Markt – mit klarem Fokus auf Fachhandel und Elektroinstallation.

Historie & Profil

ABL Sursum, wie das Unternehmen vollständig heißt, hat seinen Ursprung in der Elektrotechnik und blickt auf Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung von Steckvorrichtungen und Stromverteillösungen zurück. Den Einstieg in die E-Mobilität vollzog ABL früh – noch bevor Wallboxen im Baumarkt auftauchten. Heute firmiert das Ladegeschäft unter ABL Mobility und ist eigenständiger Markenauftritt für den wachsenden Bereich der Elektrofahrzeug-Infrastruktur. Der Standort Lauf an der Pegnitz steht dabei für deutsche Fertigung und kurze Entwicklungszyklen.

Sortiment und Kernkompetenz

ABL Mobility konzentriert sich auf Wechselstrom-Wallboxen für den privaten und halböffentlichen Bereich. Das Kernsortiment umfasst die Serien eMH1 und eMH3 – einphasige und dreiphasige Einheiten mit 3,7 kW bis 22 kW Ladeleistung. Alle Geräte sind nach IEC 61851 und EN 61439 zertifiziert. Das Angebot reicht von einfachen Festkabel-Modellen ohne Kommunikation bis zu vernetzten Einheiten mit OCPP-Protokoll, die sich in Backend-Systeme einbinden lassen. Für gewerbliche Objekte bietet ABL zudem Ladelösungen mit Lastmanagement und Mehrfachnutzung. Die Geräte sind in der Regel mit einem dauerhaft angeschlossenen Typ-2-Kabel oder einer Typ-2-Steckdose erhältlich.

Positionierung im Markt

ABL bedient primär den Elektroinstallateur-Kanal und den Fachgroßhandel – der Direktkauf über Baumärkte oder Online-Plattformen ist nicht das Kerngeschäft. Preislich liegen die Modelle im mittleren bis oberen Bereich: einfache Modelle starten ab rund 400–500 €, vernetzte Varianten mit OCPP und Energiemessung kosten 700–1.000 € und mehr. ABL richtet sich damit an Bauherren und Sanierer, die eine normgerechte Installation durch einen Fachbetrieb planen – nicht an den reinen Heimwerker. Regional ist ABL in Deutschland stark verankert, beliefert aber über den Großhandel auch den europäischen Markt.

Stärken und Grenzen

Die Stärke von ABL liegt in der deutschen Fertigung, der Produktreife und der breiten Zertifizierungsbasis. Modelle mit integrierten Energiezählern (MID-geeicht) eignen sich für steuerlich absetzbare Ladeabrechnungen, was gerade im Flottenbereich relevant ist. Die OCPP-Fähigkeit sichert Investitionen für wachsende Ladeinfrastrukturen. Die Grenzen liegen im Preis: Wer eine einfache Heimladelösung ohne Netzanbindung sucht, findet günstigere Alternativen. Die Produktpalette ist im Vergleich zu Vollsortiment-Anbietern schlank – DC-Schnellladung ist nicht Teil des Angebots.

Für wen sich der Hersteller lohnt

ABL lohnt sich für Bauherren und Hausbesitzer, die eine zukunftssichere, normgerechte Wallbox mit Netzwerkanschluss und MID-Zähler wollen – installiert durch einen Elektriker. Besonders sinnvoll für Mehrfamilienhäuser, gewerbliche Stellplätze und Fuhrparks mit Abrechnungsbedarf. Wer schlicht eine günstige Ladestation für das Einfamilienhaus ohne Kommunikationsanforderungen sucht, findet bei anderen Anbietern einfachere Einsteigermodelle.

Stärken
  • Deutsche Fertigung in Lauf a. d. Pegnitz
  • MID-geeichte Energiezähler verfügbar
  • OCPP-fähig für Flottenanbindung
  • Breite Zertifizierungsbasis
Schwächen
  • Kein Baumarkt-Direktvertrieb
  • Preis oberhalb Einstiegsbereich
  • Kein DC-Schnelllade-Sortiment
Steckbrief
  • Herkunft
    Deutschland
  • Hauptsitz
    Lauf an der Pegnitz
  • Preis-Positionierung
    Premium
  • Website besuchen
Produkt-Schwerpunkte
AC-Wallbox einphasig AC-Wallbox dreiphasig Vernetzte Wallbox OCPP Ladelösung mit Lastmanagement